Ferien auf Sao Miguel (Azoren) mit der Drohne

Vergangene Woche war ich mit meiner Family auf den Azoren in den Ferien. Genauer gesagt auf der Insel Sao Miguel. Dabei habe ich meine Drohne zum Filmen mitgenommen. Da diesbezüglich einige Fragen auftauchten, möchte ich dies kurz in diesem Bericht erwähnen. Weiter möchte ich aber auch über unseren Aufenthalt berichten und euch das tolle Video und einige Bilder vorstellen.
 

Drohne im Ausland

Wer seine Drohne mit in die Ferien in ein anderes Land mitnehmen möchte, sollte sich über die in diesem Land geltenden Gesetzgebungen informieren. Eine gute Seite um an die nötigen Informationen zu kommen ist zum Beispiel my-road.de/drohnen-gesetze-weltweit/.
Auf den Azoren (welche zu Portugal gehören) ist es z.B. so, dass man Luftaufnahmen nur mit Behördlicher Bewilligung machen darf. Um diese zu erhalten, musste ich der Portugiesischen Luftfahrtsbehörde schreiben. Dies mit genauen Angaben wo und wann ich Aufnahmen machen möchte. Nach rund zwei Monaten habe ich dann die Bewilligung endlich per Mail erhalten. Daher sollte sich also genug früh um eine Bewilligung kümmern.

 

Drohne im Flugzeug

Die Drohne im Flugzeug mitzunehmen ist kein Problem. Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man eine faltbare Drohne wie die Mi Drone oder noch besser eine Mavic hat. So wird es weniger umständlich als beispielsweise mit einer Phantom. Ich selbst hatte meine Mi Drone im Handgepäck (Rucksack) dabei.
Was man unbedingt beachten muss ist der Transport der Akkus. Denn diese müssen auf jeden Fall im Handgepäck mitgeführt werden und sollten im Idealfall einzeln, z.B. in einem LiPo SafeBag verpackt sein.
Beim Sicherheitscheck habe ich die Drohne im Handgepäck belassen und jeweils nur die LiPo’s in die Box gelegt. Am Flughafen Zürich hat sich niemand dafür interessiert. Erst beim Rückflug von den Azoren hat sich die Dame die LiPo Safe Bags genauer angeschaut. Auch den Rucksack mit der Drohne haben sie zwei mal durch den Scanner gelassen. Letztendlich wars das aber und ich konnte weiter. Weitere Infos zum Reisen im Flugzeug mit LiPo’s findest du im Beitrag eines Kollegen.
Zur Sicherheit hatte ich nebebei folgende Unterlagen mit dabei: Drohnen Ausweis des SVZD, Flugbewilligung der Portugiesischen Behörde, Infoblatt der IATA bezüglich LiPo Akkus.

 

Erfahrung mit der Drohne

Wenn ich mit meiner Drohnen fliege versuche ich stets rücksichtsvoll zu sein und achte auf meine Umgebung. Ich bin immer weg von der Masse gestartet und habe darauf geachtet den Leuten nicht zu nahe zu kommen. Auch versuchte ich diese wenn möglich nicht auf den Aufnahme zu haben. Einmal stellte sich mir ein amerikanischer Tourist vor die Drohne und meinte „I hate this fucking drone! This is nature! I don’t need this fucking drone fly around here!“. Nunja, in gewisser Weise kann ich ihn ja verstehen. Es gab genug Drohnen Piloten auf der Insel die mitten in den Menschen starteten und keine Rücksicht auf andere Leute nahmen. Dennoch, die Mehrheit interessierte sich sehr für das surrende Teil und schaut gespannt zu oder wollte gar mehr Infos darüber haben.

 

Unsere Ferien auf Sao Miguel

Wir flogen von Zürich über Lissabon nach Ponta Delgada auf die Azoren. Die Reise dauerte insgesammt gut 7 Stunden. Ein Mietwagen haben wir im Vorraus gebucht und konnten diesen nachdem wir in gelandet waren problemlos direkt am Flughafen übernehmen. Von dort aus waren es noch 10 Minuten Fahrt bis zum Hotel. In den folgenden sechs Tagen fuhren wir die ganze Insel mit dem Auto ab. Dabei merkten wir, dass es von Vorteil gewesen wäre, ein geländegängigeres Auto zu mieten. Denn viele Strassen ausserhalb sind natubelassen und haben teils recht tiefe Abflussschwellen. Dabei haben wir einige Male den Boden geratzt oder sind über ein Schwelle gerutscht. Zum Glück waren wir aber nicht die Ersten. Denn der Mietwagen hatte an den heiklen Stellen bereits etliche Beschädigungen. Allgemein machte das Autofahren aber sehr Spass und es kam bei gewissen Strecken sogar richtiges Rallye Feeling auf. Übrigens gibt es auf den Azoren auch wirklich Rallye das jeweils um März/April stattfindet (Azoresrallye).

Bereits einige Wochen zuvor habe ich in Google Maps diverse Spots markiert. Dadruch konnten wir täglich relativ spontan Planen wo wir als nächstes hingehen und hatten mit Google Maps einen guten Überblickn und Navigator. Manchmal mussten wir aber zu einer anderen Apps greifen, da nicht immer alle Strassen eingezeichnet waren oder die Strassenführungn nicht mehr stimmte. Grundsätzlich ist alles aber sehr gut beschildert und man fände sich auch ohne Smartphone sehr gut auf der Insel zurecht.

Die Highlight auf Sao Miguel waren für uns die grosse natubelassene Landschaft, die wunderschönen verschiedenfarbigen Kraterseeen, die verschiedenen Gaisiere, die Badeinsel, die Delfine und nicht zuletzt das verlassene Hotel Abandonado. Ursprünglich hiess das 5-Sterne Hotel Monte Palace und wurde nach 19 Monaten Bauzeit im Jahr 1983 fertiggestellt. Jedoch gingen die Investoren bankrott und das Hotel wurde erst im Jahr 1989 durch einen neuen Besitzer eröffnet. Jedoch lief das Geschäft dermassen schlecht, dass das Hotel nach nur einem Jahr bereits wieder geschlossen wurde. Seither bröckelt das marode Hotel vor sich hin und ist seit 2010 öffentlich zugänglich und bietet den Besuchern eine ganz besondere Atmosphäre.

Das Wetter war mit knappen 25°C bis auf einen Tag durchwegs schön und sehr angenehm. Grundsätzlich zogen die Wolken immer von Nordwest nach Südost. In erhöten Lagen musste man ab und zu damit rechnen in einer Nebelwolke zu laden. Der Wind bliess durchgängig mit 10-30 km/h und war für die Drohne eine rechte Herausforderung. Auch das Meer war angenehm warm mit 23°C und an den wuchtigen Wellen hatte ich meinen Spass.

Die Bevölkerung auf Sao Miguel ist sehr freundlich und zuvorkommend. Grösstenteils kamen wir mit englisch überall problemlos klar.
Ich denke wir waren definitiv nicht das letzte Mal auf den Azoren. Ein zweiter oder dritter Besuch wird es bestimmt noch geben. Dann aber ganz ohne Kamera und Drohne. Denn es ist doch relativ stressig und zeitintensiv, sich immer einen geeigneten Spot für die Aufnahmen zu suchen. Letztendlich sind die Azoren ein wunderschöner Ort für gemütliche Ferien und das am besten ohne stressiges Equipment.

 

Video und Fotos

Insgesamt habe ich während den sieben Tagen 66GB an Daten angehäuft. Davon 148 Fotos und 420 Videos. Einige Highlights in Form von Fotos findet ihr in der Gallery unter dem Video.
Für das Video hatte ich eine Bearbeitungszeit von 22 Stunden. Ich hoffe es gefällt euch.
 

 

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