Kurzbericht: TBS TinyGoggles

Die TBS TinyGoggles sind sehr günstig und leicht. Vor allem für FPV-Einsteiger und solche die nicht mehrere hundert Franken für Premium-Brillen ausgeben möchten ist das lukrativ. Doch lohnt sich die Anschaffung einer solchen Brille?

Jeder kennt es, man ist am fliegen und es kommen interessierte Leute vorbei und fragen, was das FPV-Equipment kostet. Oft fängt man mit dem Copter an, denn dieser kostet bereits knappe CHF 500.-. Doch dann kommt es – alleine die Brille kostet nochmals CHF 500.-. Oder doch nicht? Nein, nicht die TBS TinyGoogles. Doch kann man diese Brille auf dem Feld wirklich gebrauchen? Diese Frage versuche ich in diesem kurzen Bericht zu beantworten.

 

Lieferumfang

Die TBS TinyGoggles kommt in einer schlichten Kartonverpackung daher. Darin enthalten ist folgendes:

    • 1 x Brille
    • 1 x AV Kabel
    • 1 x Ladekabel
    • 1 x Nasenstück aus Schaum
    • 1 x Stabantenne
    • Anleitung & Aufkleber

 

 

Technik

Untergebracht ist das Ganze in einem einfachen Plastikgehäuse mit einer Grösse von ca. 130x130x75mm. Im Inneren steckt die Elektronik mit einem 40CH Single-Receiver mit Autoscan-Funktion. Einen Programmspeicher gibt es nicht. Möchte man den Kanal wechseln, muss man durchzappen, die Frequenz wird jedoch im OSD angezeigt. Verfügbar sind 40 Kanäle inkl. Raceband. Mitgeliefert wird eine einfache Stabantenne, die bei Bedarf durch eine andere ersetzt werden kann. Zusätzlich gibt es noch einen analogen AV-Input für den Anschluss externer Videoquellen.

Der Bildschirm hat mit 3 Zoll eine angenehme Grösse und bietet eine angebliche Auflösung von 500×300 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Diese Angaben sind jedoch falsch. Der Bildschirm misst 63x47mm, was einer Auflösung von 500×374 und einem Seitenverhältnis von 4:3 entspricht. Störend ist dies jedoch nicht, da die meisten Kameras ohnehin 4:3 sind.

Was mir aber etwas Kopfschmerzen bereitet ist die Linse. Für meine Augen ist der Abstand viel zu knapp und es kommt mir vor, als müsste ich förmlich in die Brille hineinschielen, um nicht alles doppelt und unscharf zu sehen. Ein Abstand von einem Zentimeter mehr und das Bild wäre perfekt.

Hier die Angaben von TSB:

    • Gewicht: 164.7g
    • Bildschirm: 3 Zoll
    • Auflösung: 500×300 Pixel, 16:9
    • Antennenverbindung: RP-SMA
    • Integrierter Akku: 500mAh 3.7V
    • Akku Laufzeit: ca. 1h

 

Praxistest

Ich habe die Brille mit der mitgelieferten Stabantenne getestet und dabei mit meiner Dominator V3 zusammen mit dem EachinePro58 Modul mit AchilleΣ PLUS verglichen. Dabei flog ich bis zu 200m weit weg, auch hinter Bäumen durch, und verglich das Bild. Abgesehen von etwas stärkerem Rauschen beim Umfliegen von Hindernissen war das Bild konstant klar.

Die Akkulauftzeit ist mit einer Stunde angegeben. In meinem Test hielt der Akku genau 63min. Die Spannung wird im OSD der Brille angezeigt und fängt an zu blinken, wenn sie zu tief fällt. Da der Akku nicht auswechselbar ist, bleibt einem auf dem Feld nur die Möglichkeit mittels Powerbank über USB nachzuladen.

 

Fazit

Für Vielflieger und Profis ist die Brille sicher nichts. Jedoch finde ich sie für Einsteiger, Kinder oder auch für Zuschauer gut geeignet. Die Brille hat auch eine angenehme Grösse und ist nicht gleich so riesig wie eine Headplay oder eine Sykzone. Wer also Kinder hat, die sich für’s FPV-Fliegen interessieren oder gerne mal vorbeigehenden Fussgänger einen Blick in die FPV-Welt gewähren möchte, macht beim Kauf dieser Brille nichts falsch. Für Einsteiger finde ich die Brille jedoch nur mässig geeignet. Denn aus Erfahrung zeigt es sich, dass sich nach kurzer Zeit der Kauf einer Premium-Brille aufdrängt.
Eine etwas andere Variante wäre natürlich die Brille auseinander zu bauen und das Display samt Elektronik zu entfernen. Anschliessen baut man das Ganze in ein neues Gehäuse und verwendet es als externer Display.

 

Die TBS TinyGoggles gibt es bei Dronefactory.ch für 46.90

 

Pro & Kontra kurzgefasst:

+ Preis/Leistung
+ Empfänger bereits integriert

Akku nicht auswechselbar
Optik nicht optimal

 

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