Drohnen: Wie funktioniert eigentlich Return To Home (RTH)?

Return To Home (RTH) ist eine coole und vor allem sehr nützliche Funktionen die bei Drohnen sehr bekannt ist. Viele Wissen aber nicht wirklich wie RTH genau funktioniert. Dies führt immer wieder zu gefährlichen Unfällen und unschönen Videos im Netz. Daher versuche ich hier die Funktionsweise von Return To Home (RTH) kurz zu erklären.

 

Was ist Return To Home (RTH)?

Vereinfacht gesagt ist es eine Funktion die es der Drohne erlaubt autonom zu ihrem Startpunkt zurückfliegen um dort anschliessend zu landen. RTH kann durch einen bewussten Befehl des Piloten erfolgen, wird aber auch ausgelöst wenn beispielsweise das Funksignal abbricht oder der Akkustand niedrig ist. Dies kann je nach Model etwas varieren.

 

Wie funktionier RTH?

Damit RTH ordnungsgemäss funktioniert muss die Drohne über ein gute GPS Verbindung sowie einen funktionierenden Kompass verfügen. Zudem ist in der Regel eine RTH-Höhe festgelegt worden. Diese Höhe gilt ab dem Startpunkt der Drohne und gibt an, auf welcher Höhe diese zurück zu ihrem Startpunkt fliegt.
Nehmen wir also an, wir haben eine RTH-Höhe von 60m festgelegt und fliegen mit der Drohne auf 40m. Wird in diesem Fall RTH aktiviert, steigt die Drohne noch um 20m und kehrt dann auf der vordefinierten Höhe von 60m zum Startpunkt zurück. Wenn wir nun auf einer Höhe von 120m fliegen, sind wir höher als die angegebenen 60m. In diesem Fall bleibt die Drohne auf 120m und kehrt so zurück. Was ist aber wenn wir über ein Klippe fliegen und sich die Drohne auf -30m befindet? Auch in diesem Fall steigt die Drohne auf die 60m ab Höhe des Startpunktes auf. Das heisst, die Drohne muss in diesem Fall um 90m steigen.
Um es kurz zusammen zu fassen. Die RTH Höhe gilt ab Startpunkt. Ist die Drohnen tiefer als 60m, so steigt sie auf. Ist die Drohne höher als 60m, leibt sie auf der aktuellen Höhe.

 

Achtung in Städten und Bergen!

Vorsicht geboten ist beim fliegen in Städten oder in den Bergen. Denn dort können Gebäude oder Felsen höher als beispielsweise 60m sein. Daher sollte beim einstellen der RTH-Höhe immer auf die Umgebung geachtet werden, um eine Kollision mit Hindernissen zu vermeiden. Auch eine Kollisionserkennung ist hier keine Garantie dafür, dass die Drohne das Hindernis auch tatsächlich erkennt und umfliegt. Alleine schon der Starpunkt muss mit bedacht ausgewählt werden. Denn wer beispielsweise unter einem Baum startet, muss damit rechnen, dass die Drohne bei einem RTH Anflug im Baum landet.
Gesunder Menschenverstand und gute Planung ist das A und O beim Drohnen fliegen. Auch das Lesen der Bedienungsanleitung schadet nicht. So vermeidest du Unfälle und kannst mit gutem Gewissen fliegen.

 

Hier eine grafische Darstellung um das Ganze etwas besser zu verstehen.

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