Wireless-LAN stabil einrichten

 

Es ist gar nicht immer so einfach auf die Schnelle ein Wireless-LAN einzurichten. Als wir unser Büro zwei Zimmer nach hinten zügelten und ich dazu noch einen neuen Router (ASUS RT-N66U) kaufte, dachte ich, dass dies eine Sache von ein paar Minuten wird, bis das neue W-LAN steht. Allerdings war nach diesen paar Minuten das Netz alles andere als stabil und schnell.
Da ich anscheinend nicht der einzige bin und es doch öfters vorkommt, dass manche W-LAN’s scheinbar einfach nicht stabil und schnell laufen, habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt, mit welchen man in den meisten Fällen doch zu einem beständigen W-LAN kommt.

 

Tipp 1 – Der richtige Kanal

Im Normalfall sucht sich ein Router automatisch den „besten“ Kanal, was ist den meisten Fällen auch gut funktioniert. Leider reicht das aber nicht immer. Denn ein Router kann zwar umliegenden W-LAN-Netzen automatisch ausweichen, andere Störfaktoren wie z.B. Funktelefon, Bluetooth Geräte, Babyphone, Mikrowelle, etc. erkennt er aber nicht. Vielfach sind es genau diese Geräte, welche einen einwandfreien W-LAN Betrieb unmöglich machen.
Aus diesem Grund ist die manuelle Kanalwahl meist der bessere Weg für einen guten W-LAN Betrieb. Hierbei wird vielfach von der bekannten Software inSSIDer gesprochen, mit welcher man umliegende W-LAN Netze sichtbar in einer Grafik dargestellt bekommt. Dabei sieht man, welche Netze welche Kanäle belegen. Vielfach heisst es, dass man sich für guten Empfang einen freien Kanal suchen soll (was ja der Router im Normalfall auch macht.). Allerdings gelingt dies aus oben genannten Störfaktoren nur bedingt. Denn es ist auch gut möglich, dass ein Kanal, welcher bereits besetzt ist, trotzdem der beste ist.
Deshalb ist es am besten, auch wenn es noch so mühsam ist, alle 13 Kanäle (2.4GHz) einzeln durchzugehen, um diese auf ihre Stabilität und Leistung zu prüfen. Diesen Test macht man am besten, indem man jeden Kanal einem Belastungstest unterzieht und sich dabei die Werte wie Ping, Internet Speed und W-LAN Übertragungsrate notiert.Grundsätzlich reicht auch schon ein Speedtest z.B. über www.speedtest.net. Während dieser Test läuft, sollte man die Verbindungsdetails am PC ansehen und dabei auf die Verbindungsgeschwindigkeit achten (Mbit/s). Sinkt diese während des Tests rapide nach unten, ist der Kanal schlecht. Zudem sollte auf die Ergebnisse des Speedtest geachtet werden und ob dieser Wert auf die Leistung der abonnierten Internetleitung zutrifft. Was bei einer schlechten W-LAN Verbindung kaum der Fall sein dürfte. Nachdem man alle 13 Kanäle geprüft hat, erkennt man anhand der aufgeschriebenen Daten welcher Kanal die beste Performance bietet.

inSSIDer

 

Tipp 2 – Die Kanalbreite 20/40 Mhz

Neuere Wireless Router sowie WiFi Geräte unterstützen eine Kanalbreite von 40MHz . Der Vorteil: durch den breiteren Kanal wird ein breiteres Spektrum abgedeckt, was den Austausch grösserer Datenmengen und folglich ein schnelleres Netz bedeutet. Der Nachteil: es ist ziemlich störanfällig und wird von älteren Geräten nicht unterstützt. Wer also Probleme bei der Verbindung eines W-LAN Netzes hat oder gar gewisse Geräte nicht mit dem Netz verbinden kann, sollte es mit dem schmaleren Kanal, sprich mit 20MHz versuchen und den 40MHz Kanal deaktivieren. Das kann Wunder bewirken…

 

Tipp 3 – Mehr Leistung

Im Normalfall haben Wireless Antennen eine Ausgangsleistung von 60-80mW. Bei manchen Routern hat man die Möglichkeit, diese Leistung auf bis zu 100mW zu erhöhen. Hier ist aber anzumerken, dass meistens oben genannte Punkte das Problem sind und nicht die Leistung der Antenne. Weiter ist es ja nicht unbedingt sinnvoll, die Strahlenbelastung unnötig zu erhöhen. Wobei W-LAN Stahlen relativ gering sind.

W-Lan Einstellungen

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